Im Oktober 2009 habe ich auf dem LEGO Marktplatz BrickLink einige Sachen von einem kanadischen Anbieter entdeckt, die ich gerne bestellen wollte.
Der Versand über’n großen Teich ist ziemlich teuer, aber die Teile waren so günstig, dass es sich trotzdem gelohnt hat hätte.
Leider wußte ich damals nicht, dass mir DHL die Sache ganz schön vermiesen würde…..
Aber der Reihe nach:
Am 23. Oktober 2009 bestellte ich diverse LEGO Bausteine und ein LEGO Set bei dem kanadischen Anbieter. Die Sendung wurde noch am gleichen Tag (23.10.2009) an mich losgeschickt.
Da der Versand aus Kostengründen natürlich per Schiff erfolgte, traf das Paket erst am 23. November 2009 beim hiesigen Zoll ein. Am 24.11. bat mich dann der Zoll, die Sendung näher zu spezifizieren und schickte mir anschließend den Zollbescheid.
Weil ich das LEGO gerne noch vor Weihnachten gehabt hätte, zahlte ich gleich und wartete….. und wartete…. und wartete….
Am 8. Dezember wurde es mir zu blöd und ich fragte beim Zoll nach. “Die Ware wurde am 30.11. an die Deutsche Post zur Zustellung an Sie übergeben” war die prompte Antwort.
OK, Weihnachtsgeschäft, vielleicht dauert es einfach etwas länger
.
Doch es kam nix, also habe ich am 11.12. noch mal beim Zoll nachgefragt und die Sendungs-ID der Zustellung an mich bekommen. Damit gleich auf die DHL-Tracking-Seite und…..
Letzter Eintrag: “Die Auslandssendung wurde in der Internationalen Paketstation bearbeitet.”
Hä? Wie?
Also rief ich bei DHL an. Nach der üblichen Warteschleife (14ct./Min.!) hatte ich irgendwann jemanden am Telefon.
DHL: “Das hat der Zoll zurückgeschickt”
Ich: “Nein, ich hab’ gerade mit dem Zoll gesprochen, die haben das zur Zustellung an mich übergeben”
DHL: “Hm, dann ist da wohl was schief gelaufen, ich nehme mal eine Beschwerde auf”
Sicherheitshalber informierte ich den Händler in Kanada, damit der sich nicht wundert, wenn das Paket zurück kommt.
Am 15.12. kam die Mail aus Kanada. Das Paket sei wieder da. Es wurde anscheinend per Express von DHL zurückgeschickt und es waren nun ganz viele Adressaufkleber und Tracking-Badges von DHL drauf. Die Original-Adressaufkleber (mit meiner Adresse) fehlten
.

[Edit 28.01.2010] Inzwischen habe ich von dem Händler aus Kanada Fotos von dem Paket erhalten. Daran ist eindeutig zu erkennen, dass das Paket “Zur Zustellung” übergeben wurde und anschließend veranlasst durch das Paketzentrum Augsburg wieder nach Kanada zurückgeschickt wurde!
Nachdem ich von DHL nichts mehr gehört hatte, rief ich kurz vor Weihnachten noch mal dort an.
Die Beschwerde sei noch in Bearbeitung….
Nach Weihnachten ein erneuter Anruf bei DHL. “Tut uns leid, das EDV-System für die Beschwerden ist heute nicht verfügbar“.
Also ein paar Tage später wieder angerufen. “Die Beschwerde ist als erledigt gekennzeichnet, der Vorgang ist abgeschlossen“.
Hallo?
Nach nochmaliger Erklärung des Ablaufes und Rückfrage bei Ihrem Vorgesetzten nahm die DHL-Mitarbeiterin mein Anliegen nochmals auf und meinte, dass Sie die Priorität hochstufen würde.
Das war am 8. Januar 2010 (dem 75ten Geburtstag von Elvis Presley).
Am 14.1. bekam ich ein Schreiben, ich möge doch die Einlieferungsbelege und sonstige Unterlagen einsenden (Interessanterweise ging dieses und bereits das erste Schreiben von DHL an meine Firma und nicht an mich, obwohl ich die Firma in der gesamten Kommunikation nie erwähnt hatte. Wo die wohl die Daten herhaben?…..).
Also warf ich den Scanner an und schickte alle mir vorliegenden Unterlagen per E-Mail an DHL. Ich bat um eine Lösung, wie die Ware von dem Händler in Kanada zu mir transportiert werden kann, ohne dass mir oder dem Kanadier dadurch weitere Kosten entstehen.
Ein internationaler Paketservice hätte mit solch einer Bitte vermutlich keinerlei Probleme. Nicht so DHL….
Heute, am 26.01.2010 erhielt ich endlich ein Antwortschreiben von DHL. Der letzte Satz des Schreibens lautet:
“Bitte haben Sie Verständnis, dass wir in diesem Zusammenhang Ihrem Wunsch auf Erstattung der Zollgebühren oder Sendungskosten nicht nachkommen können.”
Wie bitte?
DHL nimmt in Weilheim eine Sendung vom deutschen Zoll zur Zustellung nach Geretsried entgegen. Anschließend wird es, von DHL verursacht, nach Kanada zurückgeschickt! Und DHL kann nix machen?

Der Beförderungsvertrag sei zwischen dem Absender in Kanada und der Canada Post zustande gekommen, also müsse sich der Absender bei Canada Post beschweren.
Dass der Fehler nach der Übergabe des Paketes vom deutschen (!) Zoll an DHL bei DHL passiert ist, spielt anscheinend keine Rolle….
Lest es einfach selber, ich finde es unglaublich (Klick auf die beiden Tumbnails öffnet die Scans in Originalgröße).
Der Händler in Kanada hatte sich übrigens zwischenzeitlich bei der kanadischen Post beschwert. Wenn der deutsche Zoll das Paket zurückgehen lässt (was er nicht tat!), kann die kanadische Post nicht machen. Man möge sich doch bei DHL beschweren.
Keine Ahnung, ob ich jemals an mein LEGO komme oder das bereits bezahlte Geld (es geht immerhin um ein paar hundert Euro) je wieder sehe……
no comment untill now